Arbeitskosten im EU-Vergleich

Deutschland liegt auf Rang acht

29. April 2016

Die Arbeitskosten in Deutschland sind im EU-Vergleich verhältnismäßig hoch. Arbeitgeber in der deutschen Privatwirtschaft bezahlten im Jahr 2015 durchschnittlich 32,70 Euro für eine geleistete Arbeitsstunde. Das teilte das Statistische Bundesamt mit.

Deutschland im oberen Drittel

Damit liegt Deutschland beim Arbeitskostenniveau innerhalb der Europäischen Union auf Rang acht und im oberen Drittel. Gemessen am EU-Durchschnitt zahlten Arbeitgeber in der deutschen Privatwirtschaft im Jahr 2015 für eine Stunde Arbeit 26 Prozent mehr. Dänemark hatte mit 42,70 Euro die höchsten Arbeitskosten je geleisteter Stunde, Bulgarien mit 4,10 Euro die niedrigsten. Im verarbeitenden Gewerbe, das besonders stark im internationalen Wettbewerb steht, kostete eine Arbeitsstunde in Deutschland 2015 durchschnittlich 38 Euro. Bei den Dienstleistungen waren es nur 29,90 Euro.

Arbeitskosten sind Verdienst und Lohnnebenkosten

Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen. Im Jahr 2015 zahlten die Arbeitgeber in Deutschland in der Privatwirtschaft auf 100 Euro Bruttoverdienst zusätzlich 28 Euro Lohnnebenkosten. Damit lagen die Lohnnebenkosten in Deutschland unter dem EU-Durchschnitt von 31 Euro. Hauptbestandteil der Lohnnebenkosten sind die Sozialbeiträge der Arbeitgeber. Dazu gehören die gesetzlichen Arbeitgeberbeiträge zu den Sozialversicherungen, die Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung sowie die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltsfortzahlungen im Krankheitsfall.

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