Digitalisierung verändert Arbeitsmarkt

Potenzial für Unternehmen und Selbstständige

5. Oktober 2017

Ob Arbeitsverhältnisse, Büroausstattung oder ganze Branchen – die Digitalisierung wirkt sich auf die Arbeitswelt aus. Die damit einhergehenden Chancen kommen sowohl Unternehmen als auch Selbstständigen zugute.

Eingeschränkte Flexibilität durch gesetzliche Hürden

Der Einsatz von mobilen, digitalen Technologien ermöglicht es Firmen, ihren Arbeitnehmern freizustellen, wo und wann sie arbeiten. Doch gesetzliche Hürden verhindern dies oftmals noch. Die Regelung der täglichen Höchstarbeits- oder Ruhezeit dient zwar dem Schutz des Mitarbeiters, schränkt aber auch dessen Flexibilität ein. Die Chancen durch den technischen Fortschritt sind groß: Arbeitnehmer könnten ohne zeitliche Begrenzung vorarbeiten und sich selbstbestimmt Freiräume schaffen. Das kann bedeuten, mehr Zeit für die Familie und eine bessere Work-Life-Balance zu haben. Denkbar wäre auch, die gesetzliche Tages- auf eine Wochenhöchstarbeitszeit umzustellen. Jährliche Arbeitszeitkonten wären ebenfalls ein Arbeitszeitmodell, mit dem Unternehmen potenzielle Arbeitnehmer ansprechen könnten. Laut einer Randstad-Studie befürworten rund 68 Prozent der befragten Mitarbeiter in Deutschland derartige Arbeitsmodelle. Die Mehrheit würde gerne – zumindest zeitweise – im Homeoffice arbeiten.

Digitales Outsourcing

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt. In diesem Rahmen gewinnen Software-Anbieter und IT-Dienstleister an Bedeutung. Das sogenannte Crowdsourcing ermöglicht ein flexibles Beschäftigungsangebot. Dabei geht es um die Auslagerung von Aufgaben oder Projekten eines Unternehmens an Internetnutzer. Diese können sich auf Arbeitsvermittlungsplattformen um eingestellte Aufträge bewerben. Spezialisten wird damit die Gelegenheit geboten, ihr Wissen und ihre Erfahrung in unterschiedliche Projekte einzubringen. Unternehmen profitieren wiederum von dem breit aufgestellten Expertenwissen verschiedener User aus der ganzen Welt.

Vorteile für Selbstständige durch Crowdsourcing

Bei dieser Form der Selbstständigkeit ist noch nicht abschließend geregelt, ob sie in die gesetzliche Renten- oder Krankenversicherung einbezogen wird. Die soziale Absicherung über eine Künstlersozialversicherung wäre für Crowdworker eine Option, sofern sie ihre Tätigkeit zu Erwerbszwecken ausüben. Die "Plattformökonomie" birgt bisher Vorteile für Selbstständige aufgrund der wegfallenden Sozialversicherungsbeiträge. Infolgedessen können sie ihre Arbeit günstiger anbieten.

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