Entwicklung der Reallöhne positiv

Vor allem niedrige Löhne mit hohen Zuwächsen

24. Februar 2017

Die Entwicklung der Reallöhne ist erfreulich. Im Vergleich zum Vorjahr sind sie im Jahr 2016 laut Statistischem Bundesamt um 1,8 Prozent gestiegen. Dies ist der dritthöchste Anstieg seit der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2008.

Lohnsteigerungen vor allem durch geringe Verbraucherpreise

Der niedrige Anstieg der Verbraucherpreise (nur plus 0,5 Prozent) zog ein starkes Wachstum der Reallöhne im Jahr 2016 nach sich. Die Steigerung ist also nicht vorrangig auf die gestiegenen Verdienste zurückzuführen. Der Anstieg der Nominallöhne (plus 2,3 Prozent) lag hingegen im entsprechenden Durchschnitt. Gestiegene Reallöhne waren während der Nullerjahre nicht selbstverständlich. Es dauerte bis 2014, bis sie wieder das Niveau aus dem Jahr 2000 erreichten.

Hohe Steigerungen im öffentlichen Sektor

Überdurchschnittlich hohe nominale Verdienststeigerungen konnten vor allem in Branchen verzeichnet werden, in denen der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst eine Rolle spielt. Vergleichbar hohe Zuwächse gab es auch im Gast- (plus 3,4 Prozent) und Baugewerbe (plus 2,8 Prozent).

Beschäftigte im Niedriglohnsektor gewinnen

Im Jahr 2016 fiel der Anstieg des monatlichen Bruttoverdienstes bei den ungelernten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern verglichen mit den übrigen Beschäftigtengruppen überdurchschnittlich hoch aus (plus 4,5 Prozent). Auch geringfügig Beschäftigte profitierten deutlich stärker als Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigte vom nominalen Lohnzuwachs. Bei den vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern lag der entsprechende Lohnzuwachs bei 2 Prozent und bei den Teilzeitbeschäftigten bei 3 Prozent.

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