Berufsausbildungsbeihilfe

Finanzielle Unterstützung für berufliche Aus- oder Weiterbildung

5. Juni 2018

Sie haben den Ausbildungsvertrag in der Tasche oder streben eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme an? Dann prüfen Sie, ob Sie Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe haben. Auf diese Weise können Sie sich staatliche Zuschüsse zum Lebensunterhalt sichern.

Was ist die Berufsausbildungsbeihilfe?

Die Berufsausbildungsbeihilfe ist eine finanzielle Unterstützung vom Staat für Ihre berufliche Aus- oder Weiterbildung. Die Bewilligung des Antrags hängt sowohl von Ihrem Einkommen als auch von der Entfernung zwischen Ausbildungsstätte und Elternhaus ab. Sie erhalten die Beihilfe für die vorgeschriebene Ausbildungszeit beziehungsweise für die Dauer der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme. Sie wird monatlich ausgezahlt.

Wer hat Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe?

Sie sind förderberechtigt, wenn Sie während der betrieblichen oder außerbetrieblichen Berufsausbildung

  • nicht bei Ihren Eltern wohnen, weil der Ausbildungsbetrieb zu weit vom Elternhaus entfernt ist – entscheidend ist hier die Wegzeit, nicht die Entfernung in Kilometern,
  • über 18 Jahre alt sind,
  • verheiratet beziehungsweise in einer Lebenspartnerschaft sind,
  • mindestens ein Kind haben.


Auch Teilnehmer einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme haben Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe.

Höhe des Zuschusses

Wie hoch der Förderbetrag ausfällt, wird individuell berechnet. Dieser hängt vom Grundbedarf und verschiedenen Zuschlägen wie Fahrt- und Mietkosten ab. Ihr Einkommen als Auszubildender wird dabei voll angerechnet, das Einkommen Ihrer Eltern und Ihres Ehe- beziehungsweise Lebenspartners nur, wenn es bestimmte Freibeträge übersteigt.

Berufsausbildungsbeihilfe beantragen

Antragsstelle für die Finanzierung Ihrer beruflichen Aus- oder Weiterbildung ist die Bundesagentur für Arbeit. Stellen Sie den Antrag zur Berufsausbildungsbeihilfe vor Beginn Ihrer Berufsausbildung. Damit sorgen Sie dafür, dass Sie Ihre finanzielle Unterstützung rechtzeitig erhalten. Denn die Berufsausbildungsbeihilfe kann rückwirkend nur ab dem Monat der Antragstellung bezahlt werden.

Für den Antrag benötigen Sie in der Regel folgende Unterlagen:

  • Personalausweis
  • Antragsformular
  • Ausbildungsvertrag
  • Mietvertrag
  • Einkommensnachweis Ihrer Eltern aus dem Vorjahr
  • Einkommensnachweis des Vorjahres von Ihrem Ehepartner/eingetragenen Lebenspartner

 

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch die für diese Themen zuständigen Behörden nicht ersetzen.

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