Vermögenswirksame Leistungen

Förderung von Arbeitnehmeranlagen durch Arbeitgeber und Staat

Vermögenswirksame Leistungen sollten nicht verschenkt werden. In einigen Branchen übernimmt der Arbeitgeber die komplette Sparrate von 40 Euro monatlich.

Wozu dienen vermögenswirksame Leistungen?

Durch vermögenswirksame Leistungen (VL) haben Arbeitnehmer die Möglichkeit, einen Teil ihres Gehalts direkt anzulegen, zum Beispiel in Spar- oder Fondsguthaben. Dazu erhalten sie eine staatliche Förderung – die Arbeitnehmersparzulage – und meist auch einen Zuschuss vom Arbeitgeber.

Wer bekommt vermögenswirksame Leistungen?

Ob und in welcher Höhe ein Arbeitnehmer vermögenswirksame Leistungen erhält, wird im Arbeits- oder Tarifvertrag geregelt. Auskünfte erteilt die zuständige Personalabteilung oder der Betriebsrat. Teilzeitbeschäftigte erhalten in der Regel eine anteilige Zahlung. Häufig erhalten Mitarbeiter die vermögenswirksamen Leistungen erst nach Ablauf der Probezeit. Nicht berechtigt sind freie Mitarbeiter, Selbstständige oder Rentner. Ein VL-Sparvertrag kann sich auch lohnen, wenn das Unternehmen keine vermögenswirksamen Leistungen zahlt, denn auch dann gibt es die Arbeitnehmersparzulage vom Staat.

Vermögenswirksame Leistungen im Überblick

Zu den beliebtesten Anlageformen gehören Bausparverträge und Fonds, gefolgt von Banksparplänen und Kapitallebensversicherungen. Sie unterscheiden sich in der Sperrfrist, die für das angelegte Geld gilt. Von der Anlage hängt ab, ob und in welcher Höhe der Sparer die Arbeitnehmersparzulage erhält. Staatliche Zuschüsse gibt es für VL-Sparer nur bei Bausparverträgen oder Aktienfonds. Ihre Volksbanken Raiffeisenbanken beraten Sie gerne zu den möglichen Anlagevarianten.

Investition in die betriebliche Altersvorsorge

Vermögenswirksame Leistungen, die in Bausparverträgen, Fonds, Banksparplänen oder Kapitallebensversicherungen angelegt werden, sind steuer- und sozialabgabepflichtig. Sollten Sie die Arbeitgeberzuschüsse hingegen in die betriebliche Altersvorsorge investieren, können Sie den kompletten Betrag ansparen. Steuern und Sozialabgaben fallen erst bei den Auszahlungen im Ruhestand an.

Arbeitgebersparzulage

Für die Arbeitnehmersparzulage darf das versteuerte Jahreseinkommen bei Alleinstehenden höchstens 17.900 Euro und bei Ehepaaren nicht mehr als 35.800 Euro betragen. Wer diese Einkommensgrenze unterschreitet, erhält – je nach Anlageform – staatliche Zulagen in unterschiedlicher Höhe. Um die Arbeitnehmersparzulage vom Staat zu erhalten, müssen Sie die vermögenswirksamen Leistungen in Ihrer Steuererklärung angeben.

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