Bankvollmacht

So regeln Sie Ihre finanziellen Angelegenheiten für den Notfall

6. Januar 2020

Schicksalsschläge wie ein Unfall oder eine Krankheit können zur Folge haben, dass Sie nicht mehr in der Lage sind, Ihre Bankgeschäfte selbst zu erledigen. Mit einer Bankvollmacht kann eine von Ihnen autorisierte Person Ihre finanziellen Angelegenheiten regeln – zu Ihren Lebzeiten oder danach.

Warum Sie eine Bankvollmacht benötigen

Sollten Sie der Fürsorge bedürfen, verhindern Sie mit einer bedingten Bankvollmacht, dass ein vom Gericht bestellter Betreuer Zugriff auf Ihr Konto erhält. Das Prinzip ist einfach: Der Kontoinhaber gewährt bereits zu seinen Lebzeiten anderen Personen – zum Beispiel dem Partner, den Eltern oder den volljährigen Kindern – Zugang zu seinem Bankkonto. Dabei ist es natürlich wichtig, dass Sie als Vollmachtgeber eine vertrauenswürdige Person auswählen.

Vollmacht für den Todesfall

Es besteht auch die Möglichkeit, lediglich für den Todesfall eine Vollmacht zu erteilen. Das erleichtert es den Angehörigen, den letzten Willen zu regeln und die Hinterlassenschaft des Kontoinhabers aufzuteilen. Denn wenn der Kontoinhaber stirbt, ohne jemandem eine Vollmacht gewährt zu haben, kommt keiner an das Geld heran. Dann müssen die Hinterbliebenen auf den Erbschein warten. Das kann jedoch eine Weile dauern, da Erbangelegenheiten häufig recht viel Zeit in Anspruch nehmen. Selbstverständlich können Sie eine Bankvollmacht auch so ausstellen, dass sie ohne Einschränkung vor und nach Ihrem Tod gilt.

Was ist bei einer Bankvollmacht zu beachten?

Beim Ausstellen der Vollmacht sollten Sie genau definieren, in welchen Situationen sie greift und welche Beschränkungen bei den Befugnissen gelten. Maßnahmen wie die Aufnahme eines Kredits, die Auflösung des Kontos oder hochspekulative Bankgeschäfte sind in der Regel ausgeschlossen. Eine Bankvollmacht können Sie sowohl für die Verwaltung eines bestimmten Girokontos als auch für verschiedene Konten einrichten. Sie können sie einer oder mehreren Vertrauenspersonen erteilen und sie jederzeit widerrufen.

Eine Bankvollmacht ist keine Vorsorgevollmacht

Bitte verwechseln Sie nicht die Bankvollmacht mit der Vorsorgevollmacht. Die Bankvollmacht ist ausschließlich für Bankgeschäfte vorgesehen, die direkt die Kontoführung betreffen. Deswegen bezeichnet man sie auch als Kontovollmacht. Eine allgemeine Vorsorgevollmacht hingegen umfasst auch die Wohnsituation, den Umgang mit Krankheit sowie behördliche Angelegenheiten.

So erteilen Sie eine Bankvollmacht

Für die Erstellung einer Bankvollmacht ist Ihre Hausbank der beste Ansprechpartner. Wenn Sie die Vollmacht dort erteilen, beugen Sie damit späteren Zweifeln an deren Rechtmäßigkeit vor. Ihre Bank weiß, was bei der Erstellung zu beachten ist, und hält die entsprechenden Formulare bereit.

Ihre Volksbank Raiffeisenbank vor Ort hilft Ihnen dabei, eine Bankvollmacht zu erteilen.