Formalitäten nach der Hochzeit

Nach der Trauung kommt die Bürokratie

17. Mai 2017

Nach der Hochzeit stehen für Frischvermählte einige bürokratische Formalitäten auf dem Plan. Ob Namensänderung, Versicherungen oder Steuerklasse: Diverse Behördengänge müssen erledigt werden. Daher ist es ratsam, sich bereits im Vorfeld gründlich daüber zu informieren, worum Sie sich nach der Trauung kümmern müssen.

Namensänderung nach der Hochzeit

Wenn Sie nach der Hochzeit einen anderen Namen annehmen, müssen Sie einen neuen Personalausweis beantragen. Das Gleiche gilt für den Reisepass. Dafür ist das Einwohnermeldeamt zuständig. Auf dem Führerschein muss die Namensänderung nicht vermerkt werden. Bei Fahrzeugschein und Kfz-Brief ist dies jedoch Pflicht. Um die Anträge kümmert sich die Kfz-Zulassungsstelle. Auch Ihren Arbeitgeber sollten Sie über den Namenswechsel informieren. Weitere wichtige Stellen sind Strom-, Gas- und Telefonanbieter sowie Bank, Krankenkasse, Bausparkasse, Gebühreneinzugszentrale, Vermieter, Sportvereine oder eventuell bestehende Abonnements.

Änderung der Steuerklassen

Nach der Hochzeit können die Ehepartner außerdem steuerliche Vorteile genießen und ihre bisherigen Steuerklassen in IV/IV, III/V oder IV/IV mit Faktor ändern. Die Kombination IV/IV ist für Paare mit etwa gleichem Einkommen optimal. Die Alternative III/V bietet sich dann an, wenn einer der Ehegatten etwa 60 Prozent des gemeinsamen Arbeitseinkommens erzielt. Bei der Steuerklassenkombination IV/IV mit Faktor wird das Ehegattensplitting bereits während des Jahres berücksichtigt. Durch das Faktorverfahren werden höhere Steuernachzahlungen vermieden. Detaillierte Informationen erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Finanzamt.

Versicherungen prüfen und zusammenlegen

Weiterhin gehören zu den Formalitäten nach der Hochzeit auch das Prüfen und Ändern von bestehenden Versicherungen. Einige doppelt abgeschlossene Versicherungen können nach der Trauung gemeinsam geführt werden – wie zum Beispiel die private Haftpflicht-, Hausrat- oder Unfallversicherung. Nach der Eheschließung können Sie den Partner sowie die gemeinsamen Kinder in der Regel beitragsfrei mitversichern. Hier behalten Sie im Idealfall den älteren Vertrag und heben den jüngeren auf, da die Konditionen beim älteren Vertrag meist günstiger sind als beim jüngeren.

Gemeinsames Konto und Ummeldung der Kinder

In Bezug auf die Finanzen stehen ebenfalls einige Veränderungen an. So müssen Sie beim Namenswechsel zum Beispiel neue Bank- und Kreditkarten beantragen. Zudem besteht die Möglichkeit, ein gemeinsames Konto zu eröffnen. Dabei können die Ehepartner ihr eigenes Konto behalten, aber ein drittes für laufende Daueraufträge wie Miete oder Versicherungen nutzen. Denken Sie außerdem an die Ummeldung gemeinsamer Kinder – zum Beispiel bei der Krankenkasse oder bei Bezug von Kindergeld. Ansprechpartner für das Thema Kindergeld ist die Familienkasse der Agentur für Arbeit.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch Ihren Steuerberater, Lohnsteuer-Hilfeverein, Versicherer, einen Berater bei Ihrer Bank oder die für diese Themen zuständigen Ämter nicht ersetzen.

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