Freistellungsaufträge prüfen

Was Sie alles über Freistellungsaufträge wissen sollten

27. Dezember 2018

Guthabenzinsen bis zu einem bestimmten Freibetrag sind steuerfrei. Um davon richtig profitieren zu können, müssen Sie Ihren Freistellungsauftrag regelmäßig prüfen. Was Sie dabei berücksichtigen sollten, erfahren Sie hier.

Achten Sie auf den Sparerpauschbetrag

Mit einem Freistellungsauftrag sichern Sie sich die Auszahlung von Kapitalerträgen wie Zinsen, Dividenden oder Ausschüttungen von Fonds, ohne dass die Abgeltungssteuer abgezogen wird. Dabei dürfen die Kapitalerträge den Sparerpauschbetrag nicht übersteigen. Dieser beträgt für Alleinstehende 801 Euro und für Ehepaare 1.602 Euro. Wichtig: Solange Sie keinen Freistellungsauftrag an Ihr Kreditinstitut gestellt haben, führt dieses automatisch 25 Prozent Abgeltungssteuer – zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer – an das Finanzamt ab. Auch wenn Sie die Grenze für den Sparerpauschbetrag nicht überschreiten.

Überblick über Freistellungsaufträge behalten

In der Regel können Sie pro Finanzinstitut einen Freistellungsauftrag für alle dort geführten Konten einreichen. Aufgrund der Aufteilungsmöglichkeit auf mehrere Kreditinstitute ist es wichtig, den Überblick über alle Aufträge zu behalten. Sonst könnten Sie den Sparerpauschbetrag überschreiten. Teilen Sie Ihre Freistellungsaufträge sinnvoll auf. Wenn Sie zum Beispiel bei Ihrem Girokonto oder Tagesgeldkonto die meisten Zinsen erwarten, sollten Sie diesem auch den Großteil des Freibetrags zuordnen.

Freistellungsauftrag einreichen und ändern

Einen Freistellungsauftrag reichen Sie unterschrieben bei Ihrem Kreditinstitut ein. Er gilt immer ab dem 1. Januar und zwar für das Jahr, in dem er eingereicht wurde. Haben Sie einen unbefristeten Auftrag erteilt? Dann sollten Sie künftige Entwicklungen wie Einkommensänderungen im Blick behalten. Zudem ist seit dem 1. Januar 2016 für alle Freistellungsaufträge die Angabe der Steueridentifikationsnummer Pflicht. Den Auftrag können Sie nur zum 31. Dezember kündigen. Ein bestehender Freistellungsauftrag lässt sich jederzeit ändern. Dazu erteilen Sie einen neuen Auftrag, der mindestens über der Höhe des aktuell ausgeschöpften Freistellungsbetrags liegen muss.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch einen Steuerberater, Steuerbevollmächtigten, Rechtsanwalt (insbesondere Fachanwalt für Steuerrecht), Ihren Versicherer, einen Berater bei Ihrer Bank oder durch die für diese Themen zuständigen Ämter nicht ersetzen.

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