Wie sichere ich Gefahren im Haushalt ab?

Die gesetzliche Unfallversicherung ist oft unzureichend

22. August 2019

Ein unachtsamer Schritt auf der Treppe, ein Stolpern und schon ist es passiert. Unfälle geschehen schneller als man denkt und können finanzielle Folgen haben. Der gesetzliche Unfallschutz greift jedoch nur eingeschränkt und kommt nicht für Unfälle in der Freizeit auf. Wie Sie sich trotzdem absichern, lesen Sie hier.

Private Unfallversicherung schützt auch in der Freizeit

Die gesetzliche Unfallversicherung greift nur bei Unfällen im Kindergarten, in der Schule, der Universität, der Ausbildungs- oder Arbeitsstätte und auf dem direkten Weg dorthin oder von dort nach Hause. Sie gilt also nicht für Unfälle in der Freizeit oder im Wohnbereich. Wenn Ihnen dort ein Unfall passiert, stehen Sie mit den Folgekosten allein da. Diese können beträchtlich und dauerhaft sein. Sichern Sie sich daher mit einer privaten Unfallversicherung ab.

Haushalt ist Gefahrenort Nummer eins

Jedem dürfte klar sein, dass im Straßenverkehr Gefahrenquellen lauern, aber wussten Sie, dass in den eigenen vier Wänden eigentlich viel mehr Unfälle passieren? Stürze von wackeligen Stühlen oder Möbelstücken beim Fensterputzen oder aufgrund von Stolperfallen wie Kabeln sind der Klassiker. Ergreifen Sie daher entsprechende Vorsichtsmaßnahmen. Benutzen Sie zum Beispiel standfeste Leitern und verlegen Sie Kabel an der Wand entlang. Kerzen, glühende Grills, heiße Bügeleisen oder Herdplatten dürfen Sie nicht aus den Augen lassen. Fette können sich bei hohen Temperaturen selbst entzünden. Ein umgefallenes Bügeleisen kann zuerst den Stoff und dann die Wohnung in Brand setzen und dazu führen, dass Sie sich Verbrennungen oder Verletzungen der Atemwege zuziehen.

Kinder sind besonders gefährdet

Kleinkinder nehmen alles in den Mund, was sie in die Finger bekommen. Stellen Sie Medikamente, Putzmittel und giftige Pflanzen daher auch nicht nur für kurze Zeit in der Reichweite von Kindern ab, um Verätzungen und Vergiftungen vorzubeugen. In Haushalten mit Kindern sollten die Steckdosen selbstverständlich mit Kindersicherungen versehen sein. Denn wenn feuchte Fingerchen oder Gegenstände in die Steckdose gesteckt werden, ist ein Stromschlag wahrscheinlich.

Unterschied zwischen Krankenversicherung und Unfallversicherung

Krankenkassen übernehmen nur Behandlungskosten wie Operationen, Medikamente oder auch Rehamaßnahmen. Die Leistungen der Krankenversicherung enden in der Regel, wenn die Therapien für die gesundheitlichen Folgen nach einem Unfall abgeschlossen sind. Danach setzt die Unfallversicherung ein.

Wann zahlt die Unfallversicherung?

Die Unfallversicherung zahlt nicht nur für die weitere Behandlung körperlicher Beeinträchtigungen, die einen Unfall als Ursache haben. Das können zum Beispiel kosmetische Operationen sein. Sie zahlt je nach Vertragsbedingungen und Tarif auch Bergungskosten, Krankenhaustagegeld, einmalige Zahlungen bei Invalidität, eine lebenslange Rente oder Hinterbliebenengeld im Todesfall. Diese finanziellen Hilfen sollen mögliche Einkommensverluste ausgleichen oder behindertengerechte Umbauten in der Wohnung oder am Auto finanzieren.

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