Weihnachtsgeschenke umtauschen

Umtausch ohne Kassenzettel – geht das?

5. Januar 2017

Weihnachtszeit ist Bescherungszeit und wenn das Geschenk doch nicht gefällt, kann man es leicht umtauschen – oder? Ein generelles Recht auf Umtausch gibt es jedoch nicht. Wir verraten Ihnen, was Sie beim Umtausch der Weihnachtsgeschenke beachten sollten.

Umtausch im Geschäft

Beim Kauf im Geschäft kommt mit Bezahlung und Aushändigung der Ware ein bindender Vertrag zustande. Hier gilt: gekauft ist gekauft. Einzig im Falle eines Mangels ist der Händler laut Gesetz dazu verpflichtet, die Ware umzutauschen. Wer ein Geschenk aufgrund von Nichtgefallen umtauschen möchte, muss aber auf die Kulanz des Händlers hoffen. Dieser hat das Recht, den Umtausch an bestimmte Bedingungen zu knüpfen. Dies kann zum Beispiel eine intakte Originalverpackung oder eine festgelegte Umtauschfrist sein.

Umtausch ohne Kassenzettel

Händler können ihr freiwilliges Angebot zur Rücknahme individuell gestalten. In den meisten Fällen bieten Händler dem Kunden eine Rücknahme- oder Umtauschgarantie innerhalb einer bestimmten Frist an. Dabei kann der Verkäufer dies mit bestimmten Bedingungen verbinden – wie Originalverpackung, Preisetikett oder Kassenzettel. In der Regel werden fast immer der Kassenzettel und/oder das Preisetikett verlangt. Als Zahlungsnachweis kann auch ein Kontoauszug dienen. Jedoch haben Beschenkte meist keinen Zahlungsnachweis und kommen nicht drum herum, den Schenkenden über das Nichtgefallen zu informieren.

Reklamation wegen Mangel

Handelt es sich um eine Reklamation wegen defekter oder fehlerhafter Ware, kann man diese innerhalb von zwei Jahren zurückgeben. Während dieser Gewährleistungsfrist ist der Verkäufer dazu verpflichtet, den Mangel kostenlos durch Reparatur oder Austausch zu beheben. Wichtig: Der Mangel muss bereits bestanden haben, als der Käufer die Ware vom Verkäufer erhalten hat. Auch wenn der Mangel erst später sichtbar wurde, hat der Käufer die Gewährleistungsrechte.

Umtausch im Online-Handel

Bei Produkten, die man online oder im Versandhandel gekauft hat, gilt ein Rückgaberecht von 14 Tagen nach Erhalt der Ware – abgesehen von wenigen Ausnahmen. Hier gilt das Fernabsatzgesetz. Innerhalb dieser Frist kann der Kunde die Ware ohne Angabe von Gründen zurückschicken. Einige Einschränkungen gibt es jedoch: Hierzu zählen zum Beispiel individuelle Waren, die speziell für den Käufer angefertigt wurden sowie per Internet oder Telefon gekaufte Veranstaltungstickets.

Gutscheine

Gutscheine gehören zu den Klassikern unter den Geschenken. Hat der Beschenkte jedoch keine Verwendung für die Waren, die er damit erwerben könnte, gibt es ein Problem. Denn Händler sind hier nicht zur Barauszahlung verpflichtet. Gutscheine sind zudem nicht unbegrenzt gültig. Wenn kein Ablaufdatum angegeben ist, gilt in der Regel eine Verjährungsfrist von drei Jahren.

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