Heizkosten senken

Mit diesen Maßnahmen sparen Sie Geld

6. September 2022

Heizkosten machen einen beträchtlichen Teil der Nebenkosten aus. Besonders in diesem Jahr müssen sich Haushalte aufgrund der aktuellen Lage auf deutlich höhere Heizkosten einstellen. Wenn Sie jedoch Ihr Heizverhalten ändern, können Sie damit Ihre Ausgaben beeinflussen. Gleichzeitig tun Sie etwas Gutes für die Umwelt, indem Sie den CO2-Ausstoß verringern.

Heizenergieverbrauch prüfen

Bevor Sie schauen, wie Sie Ihre Heizkosten senken können, sollten Sie sich vorab Klarheit verschaffen, wie ihr Verbrauch ist. Nutzen Sie den Heizkosten-Checker, um Ihren Heizenergieverbrauch zu prüfen und mit ähnlichen Haushalten zu vergleichen:

Dichtungen von Türen und Fenstern überprüfen

Es zieht in der Wohnung auch bei geschlossenen Fenstern? Das wirkt sich negativ auf Ihre Heizkosten aus, da Zugluft für starken Wärmeverlust sorgt. Überprüfen Sie deshalb die Dichtungen Ihrer Fenster und Türen regelmäßig. Denn im Laufe der Zeit werden sie porös. Um Heizkosten zu sparen, sollten Sie alte Dichtungen austauschen. Darüber hinaus kann Wärmeverlust auch an den Heizungsrohren auftreten. Denn sie verlaufen meist durch kalte Räume wie den Keller. Eine Dämmung zeigt große Wirkung und lässt sich einfach anbringen. Dazu müssen Sie lediglich im Baumarkt günstige Schaumstoffschläuche kaufen und diese um die Heizungsrohre legen. Ungedämmte Rollladenkästen sind in vielen Altbauten ebenfalls ein Schwachpunkt. Häufig ist eine Dämmung dieser Rollladenkästen aber schon mit geringem Aufwand möglich.

Stoßlüften statt Dauerlüften

Um in der kalten Jahreszeit Wärmeverluste zu vermeiden und dadurch Nebenkosten zu sparen, sollten Sie in Ihrer Wohnung mehrmals täglich stoßlüften – also drei bis vier Mal pro Tag die Fenster für etwa zehn Minuten weit öffnen. Idealerweise öffnen Sie gleichzeitig gegenüberliegende Fenster, damit Durchzug entsteht. So kommt schnell frische Luft in den Wohnraum, ohne dass allzu viel Wärme verlorengeht. Durch den Luftaustausch verhindern Sie Schimmelbildung und sparen Heizenergie. Ein dauerhaft gekipptes Fenster kostet Sie im Vergleich zum Stoßlüften mehrere hundert Euro pro Heizsaison.

Auf programmierbare Thermostatventile setzen

Programmierbare Thermostatventile an Heizkörpern senken den Energieverbrauch. Denn sie lassen sich zum Beispiel so einstellen, dass sie die Raumtemperatur in Ihrer Abwesenheit niedrighalten und sie vor Ihrer Ankunft zu Hause automatisch erhöhen. Auch in Mietshäusern ist es möglich, Thermostatventile zu installieren. Zudem gibt es Thermostate, die sich per Smartphone steuern lassen. So können Sie die Temperatur Ihrer Wohnung mithilfe einer App anpassen, wenn Sie sich auf dem Heimweg befinden.

Jedes Grad, um das Sie Ihre Raumtemperatur senken, reduziert Ihren Energieverbrauch um etwa sechs Prozent. Dennoch sollten Sie, wenn Sie das Haus verlassen, die Heizung auf Stufe 1 oder 2 stellen, statt sie abzudrehen. So wird während Ihrer Abwesenheit die Raumtemperatur gehalten und damit verhindert, dass die Wände des Gebäudes auskühlen. Das Aufheizen eines ausgekühlten Raums verbraucht mehr Energie als das Laufenlassen der Heizung bei niedriger Stufe.

Heizkörper freihalten und regelmäßig entlüften

Heizkosten lassen sich auch dadurch einsparen, indem Sie dafür sorgen, dass Ihre Möbel nicht die Heizkörper verdecken. Steht beispielsweise eine Couch zu dicht davor, staut sich die Hitze. Deshalb sollte der Abstand von Möbeln zur Heizung mindestens 20 Zentimeter betragen. Gardinen oder schwere Vorhänge verhindern ebenfalls die Wärmeverteilung im Raum. Eine weitere Maßnahme zum Sparen im Alltag ist es, die Heizung regelmäßig zu entlüften. Denn wenn die Heizkörper gluckern oder nicht mehr wie gewohnt heizen, kann überschüssige Luft die Ursache sein. Eine regelmäßige Wartung der Heizungsanlage durch einen Fachmann kann ebenfalls zur Einsparung von Heizkosten führen.

Warmwasser reduzieren

Ein unterschätztes Einsparpotenzial bei den Heizkosten bietet das Senken Ihres Warmwasserverbrauchs. Der Anteil des Warmwassers an den Heizkosten beträgt durchschnittlich acht bis neun Prozent. Machen Sie einen Abgleich mithilfe Ihrer Heizkostenabrechnung: Dort finden Sie den Anteil, den das Warmwasser an Ihren Heizkosten hat. Tipp: Bringen Sie einen Sparduschkopf an. Dieser mischt dem durchströmenden Wasser Luft bei, wodurch er Ihren Warmwasserverbrauch und damit Ihre Heizkosten reduziert.

Renovierung und energetische Modernisierung

Wenn Sie Ihr Haus renovieren, gibt es viele Möglichkeiten, um den Energieverbrauch zu senken. Sie können zum Beispiel Ihre Strom- oder Gasheizung durch eine Wärmepumpe ersetzen. Moderne Heizungspumpen arbeiten sparsam und senken den Stromverbrauch. Gute Dämmmaterialien für die Außenwände senken zudem den Wärmeverlust erheblich. Auch wenn Sie in einer Mietwohnung oder einem Mietshaus leben, können Sie die Dämmung verbessern: Eine hinter den Heizkörpern angebrachte Dämmmatte reflektiert die Wärme in den Wohnraum.

Hausbesitzer senken mit einer energetischen Modernisierung ihren Energieverbrauch und somit ihre Heizkosten. Das Investieren lohnt sich also nicht nur im Hinblick auf den Umweltschutz, sondern zahlt sich auch aus. Nutzen Sie dabei die finanzielle Unterstützung des Staates. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zum Beispiel bezuschusst Modernisierungen, die für eine bessere Energieeffizienz sorgen. Ihre Bank unterstützt Sie bei der energetischen Modernisierung und prüft, ob Sie Anspruch auf Fördermittel haben.

Nachzahlungen: Rücklagen bilden

Wie viel Sie eine Kilowattstunde (kWh) Heizenergie kostet, hängt vor allem davon ab, womit Sie heizen. Zudem schwanken die Energiepreise je nach Region und Anbieter. Allerdings sind die Gaspreise generell stark gestiegen, weswegen hohe Nachzahlungen auf Sie zukommen können. Falls möglich, sollten Sie deshalb am besten schon jetzt Geld zurücklegen, um die finanzielle Belastung durch eine Nachzahlung zu verringern. Ihre Volksbank Raiffeisenbank berät Sie dazu, wie Sie am besten Rücklagen bilden.

Sie möchten Geld sparen? Ihre Volksbank Raiffeisenbank vor Ort hilft Ihnen gerne dabei.