Wie tausche ich zerrissenes Geld um?

Was Sie beim Umtausch beschädigter Scheine und Münzen beachten sollten

17. Juni 2021

Geldscheine müssen zahlreiche Faltvorgänge überstehen, werden aus Versehen in der Waschmaschine mitgewaschen, zerreißen oder verschimmeln dadurch. Welche Regelung gilt, wenn Bargeld kaputtgeht? Handelt es sich dabei um eine Währung, die sich offiziell im Umlauf befindet, ist diese nach wie vor als Zahlungsmittel gültig.

Beschädigtes Geld lässt sich oft retten

Manche Geschäfte nehmen beschädigtes Geld nicht an, dazu sind sie auch nicht verpflichtet. Sie als Kunde müssen das Geld allerdings nicht abschreiben, denn in der Regel ersetzt Ihnen die Deutsche Bundesbank das Bargeld. Die Euroscheine und -münzen, die nicht mehr für den Umlauf geeignet sind, zieht sie dabei aus dem Verkehr. Wenn Sie am Geldautomaten beschädigtes Bargeld einzahlen möchten, sich aber nicht sicher sind, ob es noch umlauffähig ist, dann wenden Sie sich gerne an einen unserer Bankberater vor Ort.

In den meisten Fällen ist ein Umtausch möglich

Ob abgenutzt, zerrissen, verfärbt, bemalt oder verbrannt: Beschädigte Eurobanknoten und Euromünzen können Sie in der Regel gebührenfrei in einer Bundesbankfiliale oder bei Ihrer Hausbank umtauschen oder der Wert wird Ihrem Girokonto gutgeschrieben. Im Falle der Bundesbank steht Ihnen für einen Umtausch auch der Postweg offen. Es ist sogar möglich, Ersatz für Deutsche Mark zu erhalten, die Beschädigungen aufweist. Dann erhalten Sie den Gegenwert in Euro. Das gilt aber nur, sofern die betreffenden Geldscheine und Münzen nicht schon durch eine Zentralbank entwertet sind.

Der größte Teil des Scheins sollte vorhanden sein

Beachten Sie, dass mehr als die Hälfte eines beschädigten Geldscheins vorliegen muss – nur dann erhalten Sie Ersatz für Ihren Schein. Andernfalls müssen Sie nachweisen, dass die fehlenden Teile einer Banknote vernichtet wurden. Reichen Sie also beispielsweise Reste von Asche oder von Tieren angebissene Teile der Banknote mit ein. Es ist auch möglich, Münzen umzutauschen, die zum Beispiel aufgrund einer langen Umlaufdauer verschlissen und damit nicht mehr zur Zahlung geeignet sind. Vorsätzlich beschädigte Geldscheine und Münzen sind jedoch grundsätzlich von jeder Erstattung ausgeschlossen. Dazu gehören auch die beliebten Münzen, denen ein Automat das Bild einer Sehenswürdigkeit aufpresst.

Wie Sie kaputtes Bargeld umtauschen

Beim Umtausch von beschädigten Geldscheinen und Münzen ist eine gute Verpackung wichtig. So sollten Sie auch die kleinsten Teile einpacken und damit vor weiteren Schäden schützen, bevor Sie sie einreichen. Um einen Umtausch zu veranlassen, müssen Sie bei der Bundesbank einen Erstattungsantrag stellen. In diesem sind genaue Angaben zur Beschädigungsursache und gegebenenfalls zum Verbleib der fehlenden Teile gefordert. In der Regel dauert der Umtauschprozess vier bis sechs Wochen. Wenn die Begutachtung allerdings besonders arbeitsintensiv ist, kann sich der Umtauschprozess über Monate ziehen.

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