Wasserschaden: Welche Versicherung zahlt?

Der passende Versicherungsschutz für Ihr Hab und Gut

31. März 2020

Ein Wasserschaden in der Wohnung ist häufig mit hohen Kosten verbunden. Denn unter Umständen ist nicht nur Ihr Eigentum betroffen, sondern auch das Ihres Nachbarn und Vermieters. Informieren Sie sich daher, welche Versicherungen die Schäden abdecken.

Schäden an Ihrem Eigentum

Welche Versicherung möglicherweise den Wasserschaden zahlt, hängt vor allem davon ab, wie er entstanden ist und wer ihn zu verantworten hat. Wenn Ihre Spül- oder Waschmaschine undicht wird und das austretende Leitungswasser Schäden an Ihrem Mobiliar oder anderen beweglichen Gegenständen Ihres Hausrats anrichtet, kommt in der Regel Ihre Hausratversicherung dafür auf. Entscheidend dabei ist, dass der Austritt des Wassers bestimmungswidrig war. Das bedeutet, dass das Leitungswasser unbeabsichtigt – zum Beispiel durch einen Defekt oder menschliches Fehlverhalten – ausgetreten sein muss. Ihre Hausratversicherung zahlt also grundsätzlich auch, wenn Sie zum Beispiel bei Regen vergessen haben, ein Fenster zu schließen.

Schäden am Eigentum Ihrer Nachbarn

Wenn Ihr Wasserschaden die Wohnung Ihrer Nachbarn in Mitleidenschaft zieht, greift der Versicherungsschutz Ihrer privaten Haftpflichtversicherung. Wirkt sich hingegen der Wasserschaden Ihrer Nachbarn auf Ihre Wohnung aus, deckt deren Haftpflichtversicherung den Schaden ab. Informieren Sie sich bei Ihrem Versicherer über die genauen Voraussetzungen, die für eine Kostenabdeckung erfüllt sein müssen.

Wasserschäden an Wohnung und Gebäude

Breitet sich Leitungswasser, zum Beispiel aufgrund eines Rohrbruchs, im Gebäude aus oder beschädigt verbundene Bestandteile wie die Heizungsanlage, sollten Sie sich zunächst mit Ihrem Vermieter in Verbindung setzen. Dieser meldet den Wasserschaden seinem Versicherer, bei dem er die Wohngebäudeversicherung abgeschlossen hat. Im Regelfall zahlt die Gebäudeversicherung die Kosten für Reparatur- und Instandsetzung.

Überschwemmung durch Hochwasser, Sturzfluten, Starkregen oder Schneedruck

Der Schaden am Gebäude kann immens sein, wenn Keller während eines Hochwassers volllaufen. Auch wenn sich Wasser aufgrund verstopfter Dachrinnen oder eines Rückstaus in der Kanalisation den Weg ins Haus bahnt, kann es teuer werden. Wie bei einem Rohrbruch schafft in diesen Fällen die Gebäudeversicherung Abhilfe – sofern Elementarschäden mitversichert sind. Falls Ihre Möbel oder andere bewegliche Gegenstände Ihres Hausrats vom eindringenden Wasser beschädigt oder zerstört wurden, hilft die Hausratversicherung. Allerdings nur, wenn Ihr Vertrag auch Elementarschäden abdeckt. Mieter sollten daher unbedingt überprüfen, ob dieser zusätzliche Versicherungsschutz in ihrer Police aufgeführt ist.

Was ist im Schadensfall zu tun?

Fotografieren Sie die Schäden sowie die betroffenen Räume und bewahren Sie die vom Wasser feuchten Gegenstände nach Möglichkeit auf. So kann die Versicherung den Schadensfall leichter abwickeln und Ihnen verlorengegangene Werte ersetzen. Wenn Ihr Heim dermaßen durchnässt ist, dass Sie nicht mehr darin wohnen können, übernimmt die Versicherung im Regelfall die Hotelkosten. Meist schaltet sie zudem einen Sachverständigen ein, der den Wasserschaden begutachtet.

Hinweis: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche und fachkundige Beratung etwa durch einen Berater bei Ihrer Bank oder durch Ihren Versicherer nicht ersetzen.

Lassen Sie sich bei Ihrer Volksbank Raiffeisenbank über notwendige Versicherungen beraten.

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