Weihnachtsgeld: sinnvoll anlegen und sparen

Sonderzahlungen clever investieren

6. November 2018

Viele Arbeitgeber bieten ihren Mitarbeitern Sonderzahlungen wie Jahresboni, Weihnachts- oder Urlaubsgeld. Das zusätzliche Geld zum Jahresende fließt häufig in Weihnachtsgeschenke oder Reisen. Doch wer sein Weihnachtsgeld nicht sofort ausgibt, sondern sinnvoll anlegt und spart, hat auch später etwas davon.

Weihnachtsgeld als Altersvorsorge

Den Weihnachtsbonus können Arbeitnehmer clever in die Altersvorsorge investieren und doppelt profitieren. Bei einer Entgeltumwandlung zahlt der Arbeitnehmer Teile seines Bruttogehalts in eine Betriebsrente ein. Dies kann monatlich oder – wie beim Weihnachtsgeld – auch einmalig geschehen. Der Arbeitnehmer zahlt dann auch weniger Steuern, denn das Weihnachtsgeld wird bei der normalen Auszahlung zum Bruttolohn gerechnet und erhöht damit den Steuersatz. Da die Entgeltumwandlung vor dem Steuerabzug erfolgt, bleibt dieser Effekt aus. Um diese günstige Regelung in Anspruch nehmen zu können, sollten Sie Ihren Arbeitgeber frühzeitig ansprechen.

Anlagemöglichkeiten für das Weihnachtsgeld

Nicht nur die Altersvorsorge bietet sich als Anlagemöglichkeit für Jahressonderzahlungen an. Was am besten zu Ihren passt, hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen ab. Wenn Sie jederzeit über Ihr Geld verfügen wollen, ist das Tagesgeldkonto eine gute Wahl. Es bietet eine sichere Anlagemöglichkeit ohne Kursänderungsrisiko – zum Beispiel für Rücklagen. Sie zahlen Ihr Geld flexibel ein und aus – ohne Kündigungsfrist. Für eine längerfristige Anlage empfehlen sich Wertpapiere wie Aktien oder Fonds. Hier besteht durch mögliche Kursschwankungen ein gewisses Risiko, aber auch die Chance auf eine höhere Rendite.

Anstehende Rechnungen begleichen

Ihr Weihnachtsgeld bietet sich auch an, um offene Rechnungen zu bezahlen. Gerade zum Jahresende fallen viele Versicherungsbeiträge an – zum Beispiel für die Kfz-Versicherung oder die private Haftpflichtversicherung. Statt hierfür an Ihre finanziellen Reserven zu gehen, können Sie den Bonus auf Ihrem Girokonto dafür nutzen. Auch für eventuelle Nachzahlungen, die mit der jährlichen Nebenkostenabrechnung zum Jahresanfang anfallen, bietet sich das Weihnachtsgeld an.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch einen Steuerbevollmächtigten, einen Steuerberater, Ihren Versicherer, einen Berater bei Ihrer Bank oder die für diese Themen zuständigen Ämter nicht ersetzen.

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